Yoga & Loslassen

Vor einigen Jahren machte ich eine Phase in meinem Leben durch in der es mir nicht wirklich gut ging. Ich fühlte mich unzufrieden und unverstanden. Ich hatte große Schwierigkeiten damit, meiner inneren Stimme zu zuhören und im gleichen Zuge fiel es mir immer schwerer an mich selbst zu glauben und anderen Menschen mein Vertrauen zu schenken. Ich dachte es wäre ein Ziel in meinem Leben, dass mir fehlen würde. Denn ich hatte den Wunsch, eine Leidenschaft in mir zu entfachen und für etwas zu brennen.

In vielen Fällen täuscht uns die Annahme, dass wir Zufriedenheit nur dann erfahren wenn wir unsere Ziele erreichen und unsere Wünsche befriedigen. Am besten fühlt es sich an, wenn wir für diesen Wunsch hart gearbeitet haben. Erst dann wissen wir, dass wir etwas können, etwas Wert sind und unser Ego fühlt sich geschmeichelt. Ist es ein Ziel, das auch unseren Mitmenschen imponiert, erlebt unser Ego vielleicht sogar wahre Höhenflüge.

Oftmals ist es gerade die Anhaftung an Dinge, die uns Schmerz, Angst, Sorgen und Sogar Wut beschert. Anhaftung bedeutet, dass wir uns über unsere materiellen Objekte, Status und Beziehungen definieren. Diese Anhaftung geschieht auch über unsere Meinungen und Vorstellungen über die Vergangenheit oder zukünftige Situationen.

Wenn wir hoffen, dass sich die Dinge so entwickeln wie wir es gerne hätten, kann dies jede Menge Stress hervorrufen. Je mehr wir uns etwas wünschen, desto größer wird die Angst sein es zu verlieren oder nicht zu erreichen. Auch kann die Angst vor Enttäuschung uns daran hindern uns auszuprobieren und unsere Fähigkeiten zu entwickeln. Vielleicht mögen wir auch keine Kritik an unserem Verhalten. Auch dies ist eine Form von Anhaftung an unsere Ängste und Abneigungen.

Durch Loslassen dieser Konzepte können wir wirklich zu dem finden was uns dauerhaft Glück beschert. Für mich ist es auch immer eine schöne Vorstellung und Erleichterung zu wissen, dass ich nicht alles kontrollieren kann und muss. Zum Beispiel wenn ich mir etwas wirklich von Herzen gewünscht habe und es nicht bekommen habe; vielleicht wäre es für mich nicht gut gewesen diesen Wunsch erfüllt zu bekommen. Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt. Womöglich war etwas anderes gerade wichtiger. Zu dem stelle ich mir gerne die Frage, was ich aus dieser Situation lernen konnte und versuche ganz bewusst die Vorstellung loszulassen, dass das von mir bevorzugte Resultat der einzige Weg ist, glücklich zu sein.

Probiere dazu diese 5-Minuten-Meditation aus

  • Sitze oder liege bequem und schließe deine Augen
  • Wiederhole innerlich die Worte „Auch das geht vorbei“
  • sobald deine Gedanken abschweifen, lenke die Aufmerksamkeit zurück auf die Wiederholung des Mantras
  • nach ein paar Minuten überlege dir für einige Zeit welche Bedeutung dieser Satz für dein Leben haben könnte

Das nächste mal, wenn du das Gefühl hast, Dich an etwas zu klammern und etwas unbedingt erreichen zu wollen, nimm einen tiefen Atemzug, atme aus und lasse los. Du wirst weniger mit dir hadern und dich mehr im Frieden fühlen.

Namasté Eure Sarah-Lena

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